Russisches Drama über einen Geschäftsmann unter Druck.
Handlung und Hintergrund
Russland im Jahr 2022: Der erfolgreiche Geschäftsmann Gleb (Dmitriy Mazurov) gerät zunehmend unter Druck. Politische Unsicherheit und wirtschaftliche Spannungen erschüttern sein bislang streng kontrolliertes Leben. Während sich die Lage im Land zuspitzt, versucht Gleb mit aller Kraft, seinen Einfluss und seine Existenz zu sichern. Doch je stärker er um Kontrolle kämpft, desto weiter entfernt er sich von seinem Umfeld und von sich selbst.
Die Angst vor dem sozialen und wirtschaftlichen Absturz treibt Gleb immer tiefer in Gewalt und moralische Konflikte. Entscheidungen, die zunächst pragmatisch wirken, ziehen immer schwerwiegendere Konsequenzen nach sich. Sein sorgfältig aufgebautes Leben beginnt zu zerbrechen, während die Spannungen um ihn herum weiter eskalieren.
„Minotaurus“ – Hintergründe, Besetzung, Kinostart
Mit „Minotaurus“ präsentiert Andrey Zvyagintsev seinen sechsten Spielfilm. Der Regisseur zählt seit Jahren zu den wichtigsten Stimmen des europäischen Arthouse-Kinos und wurde durch Filme wie „Leviathan“ und „Loveless“ international bekannt. Beide Werke liefen erfolgreich bei den Filmfestspielen von Cannes und wurden für ihre präzise Beobachtung gesellschaftlicher Machtstrukturen ausgezeichnet. Auch „Minotaurus“ bleibt diesem Stil treu und verbindet ein persönliches Drama mit politischen Spannungen im modernen Russland. Bei den Filmfestspielen von Cannes 2026 gewann der Film den Großen Preis der Jury, den zweitwichtigsten Preis.
Regie führte Andrey Zvyagintsev, das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Semen Liashenko. Für die Bildgestaltung arbeitete erneut Kameramann Mikhail Krichman („Leviathan“) mit dem Regisseur zusammen. Produziert wurde der Film von Razor Film („Waltz with Bashir“) und Forma Pro Films.
„Minotaurus“ startet am 5. November 2026 bundesweit in den deutschen Kinos. Zuvor feiert der Film seine Deutschlandpremiere beim Filmfest Hamburg in Anwesenheit von Regisseur Andrey Zvyagintsev.