Jim ist der unangefochtene Star der „Gym Queens“: durchtrainiert, selbstverliebt und auf jeder Pride-Parade gefeiert. Doch als das Virus Heterosis um sich greift – eine mysteriöse Infektion, die schwule Männer plötzlich heterosexuell macht – verliert Jim Parfait innerhalb kürzester Zeit Status, Freundschaften und Bewunderung. Der gefeierte Influencer droht ein Außenseiter zu werden. Während Panik und Verdrängung die Szene spalten, bleibt nur Lucien an Jims Seite: ein frisch geouteter junger Mann, weniger Muskeln als Mut, aber mit festem moralischem Kompass.
Gemeinsam begeben sich Jim und Lucien auf eine absurde, emotionale und zunehmend verzweifelte Suche nach einem Heilmittel. Dabei treffen sie auf ebenso groteske wie symbolische Figuren – von der sprechenden Prostata La Prostate bis zu dubiosen Gestalten wie Mr. Leather. Der Wettlauf gegen die Zeit wird zu einer existenziellen Frage: Was bleibt von einer Community, wenn ihre Identität ausgelöscht wird?
Der animierte Film „Jim Queen“ nutzt eine provokante Prämisse, um gesellschaftliche Debatten über Identität, Körperbilder und Zugehörigkeit zuzuspitzen. Die Regisseure Nicolas Athane („Die rote Schildkröte“) und Marco Nguyen („Splinter Cell: Deathwatch“) erzählen ihre Geschichte als satirische Dystopie, die bewusst überzeichnet, um reale Ängste sichtbar zu machen. Das Virus Heterosis fungiert dabei weniger als Science-Fiction-Element, sondern als Metapher für Anpassungsdruck und Verlust von Selbstbestimmung innerhalb marginalisierter Gruppen.
Wen man in der deutschen Synchronfassung hören wird, ist aktuell noch nicht näher bekannt. Kinostart von „Jim Queen“ ist am 24. September 2026. Der Animationsfilm ist ab 16 Jahren freigegeben.