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Der Heimatlose

23.02.2026

(Bildquelle: Florian Mag)

Spielfilmdebüt über einen jungen Mann, der nach 14 Jahren auf seine Heimatinsel in der Nordsee zurückkehrt und dort von niemanden erkannt wird.

Handlung und Hintergrund

Nach 14 Jahren auf dem Festland kehrt Hein (Paul Boche) in sein Heimatdorf zurück, eine abgeschiedene Gemeinschaft auf einer Nordseeinsel. Doch statt Wiedersehensfreude schlägt ihm Misstrauen entgegen. Niemand erkennt ihn wieder. Selbst sein früherer bester Freund Friedemann (Philip Froissant) begegnet ihm reserviert und zweifelt offen an seiner Identität. Hein steht plötzlich allein da – in dem Ort, den er einst sein Zuhause nannte.

Um Klarheit zu schaffen, ruft die Dorfgemeinschaft ein improvisiertes Dorfgericht ein. Während Hein verzweifelt versucht, seine Vergangenheit zu beweisen, treten immer mehr Widersprüche zutage. Seine Erinnerungen an die gemeinsame Jugend unterscheiden sich deutlich von denen der Zeug*innen, darunter alte Bekannte wie Greta (Emilia Schüle) und Martha (Julika Jenkins). Mit jedem Verhandlungstag kippt die Stimmung. Aus Skepsis wird Feindseligkeit. Hein muss erkennen, dass es nicht nur um Fakten geht, sondern um Deutungshoheit, verdrängte Wahrheiten und die Frage, wer bestimmen darf, wer er ist.

„Der Heimatlose“ – Hintergründe, Besetzung, Kinostart

„Der Heimatlose“ ist das Langfilmdebüt von Regisseur und Drehbuchautor Kai Stänicke. Der Film feierte seine Weltpremiere 2026 im Zweitwettbewerb „Perspectives“ der Berlinale und wurde dort mit dem TEDDY JURY AWARD ausgezeichnet. Stänicke verarbeitet persönliche Erfahrungen des Fremdseins in der eigenen Herkunft. Der Inselprozess dient dabei als erzählerische Zuspitzung für Fragen nach Identität, Erinnerung und sozialem Ausschluss. Gedreht wurde auf Norderney und Sylt – unter teils widrigen Wetterbedingungen, die die raue Atmosphäre des Films prägen.

In der Hauptrolle überzeugt Paul Boche (u. a. „Babylon Berlin“) als verletzlicher, zunehmend verzweifelter Hein. Philip Froissant („Die Kaiserin“) verleiht Friedemann eine ambivalente Mischung aus Nähe und Ablehnung. Emilia Schüle („Ku’damm 56“) setzt als Greta emotionale Akzente, während Julika Jenkins („Dark“) und Stephanie Amarell („Tatort“) die Dorfgemeinschaft glaubwürdig verdichten. Jeanette Hain („Und morgen die ganze Welt“) ergänzt das Ensemble mit eindringlicher Präsenz.

Der Kinostart von „Der Heimatlose“ ist am 27. August 2026. Der Film wird von DCM verliehen. Eine FSK-Freigabe liegt bislang nicht vor. Aufgrund der psychologischen Intensität ist jedoch mit einer Freigabe ab 12 oder 16 Jahren zu rechnen.

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Quelle von kino.de
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