Deutsche Komödie mit Charly Hübner, der von der DDR nach Sizilien und wieder zurück reisen will.
Handlung und Hintergrund
Paul Gompitz (Charly Hübner) träumt von einer Reise, die in der DDR des Jahres 1982 nahezu unmöglich scheint: Einmal nach Syrakus und zurück. Inspiriert vom Schriftsteller Johann Gottfried Seume möchte der Rostocker nach Sizilien reisen, um dessen berühmten Fußmarsch nachzuvollziehen. Doch sämtliche offiziellen Wege scheitern. Weder eine Besuchsreise noch eine Studienfahrt werden genehmigt. Für Paul bleibt nur ein riskanter Ausweg: die Flucht aus der DDR. Das Besondere daran ist jedoch sein Ziel. Er will nicht im Westen bleiben, sondern anschließend wieder zurück in seine Heimat an die Ostsee – zu seiner Frau Anne (Lina Beckmann).
„Spaziergang nach Syrakus“ – Hintergründe, Besetzung, Kinostart
Die Vorlage für den Film liefert der Roman „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Christian Delius. Dieser basiert wiederum auf der realen Fluchtgeschichte von Klaus Müller. Regisseur Lars Jessen („Mittagsstunde“) greift das historische Material mit feinem Humor und viel Gespür für zwischenmenschliche Konflikte auf. Statt eines klassischen Fluchtdramas entsteht ein Film über Fernweh, Heimatgefühl und den Wunsch, Grenzen zu überwinden, ohne dabei die eigenen Wurzeln zu verlieren.
In der Hauptrolle ist Charly Hübner („Polizeiruf 110“) zu sehen, der Paul Gompitz als eigensinnigen und zugleich zutiefst sympathischen Idealisten spielt. Lina Beckmann („Die Ermittlung“) verkörpert seine Frau Anne, die zwischen Sorge, Loyalität und Hoffnung steht.
„Spaziergang nach Syrakus“ startet am 20. August 2026 zunächst mit Kinotour und Preview-Vorführungen in den deutschen Kinos. Der Film hat eine Laufzeit von 98 Minuten und wurde von der FSK ab 6 Jahren freigegeben. Damit richtet sich das Drama an ein breites Publikum, das sich für deutsche Zeitgeschichte ebenso interessiert wie für ungewöhnliche Lebensgeschichten.