Spanische Tragikomödie von Pedro Almodovár über eine Werbetexterin, die in Lanzarote Abstand sucht
Handlung und Hintergrund
Nach dem Tod ihrer Mutter im Dezember stürzt sich die erfolgreiche Werbefilmerin Elsa (Bárbara Lennie) kompromisslos in ihre Arbeit. Der berufliche Aktionismus soll den Schmerz überdecken, doch der Körper zieht die Notbremse: Eine Panikattacke zwingt Elsa dazu, innezuhalten. Um Abstand zu gewinnen, reist sie mit ihrer Freundin Patricia (Aitana Sánchez-Gijón) nach Lanzarote – eine Flucht vor der Trauer, aber auch vor den Erwartungen ihres Alltags.
Währenddessen bleibt Elsas Lebensgefährte Bonifacio in Madrid zurück. Er versucht, Halt zu geben, stößt jedoch an emotionale Grenzen. Die Geschichten der drei Figuren verweben sich mit der Perspektive des Drehbuchautors und Regisseurs Raúl Durán (Leonardo Sbaraglia). Realität, Erinnerung und Fiktion beginnen zu verschwimmen. Aus der persönlichen Krise entsteht ein vielschichtiges Bild über Verlust, Freundschaft und den schöpferischen Akt – schmerzhaft, ehrlich und mit dem typischen almodóvarschen Humor gebrochen.
Mit „Amarga Navidad“ (aus dem spanischen übersetzt: „Bitteres Weihnachtsfest“) kehrt Regisseur Pedro Almodóvar nach mehreren Kurzprojekten zum langen Spielfilm zurück. Der Film ist als dramatische Komödie angelegt und greift zentrale Motive seines Werks auf: Trauer, Identität und das Spannungsfeld zwischen Leben und Kunst. Gedreht wurde vor allem in Madrid und auf Lanzarote. Die vulkanische Insel dient nicht nur als Schauplatz, sondern als emotionaler Resonanzraum. Inhaltlich knüpft der Film an Werke wie „Schmerz und Ruhm“ und „Alles über meine Mutter an“.
Die Hauptrolle übernimmt Bárbara Lennie („Petra“). An ihrer Seite spielt Leonardo Sbaraglia („Leid und Herrlichkeit“) den Filmemacher Raúl Durán und Aitana Sánchez-Gijón („Parallele Mütter“) ist als Freundin Patricia zu sehen. Ergänzt wird das Ensemble durch Victoria Luengo („The Room Next Door“), Patrick Criado („Haus des Geldes“), Milena Smit („Parallele Mütter“) und Quim Gutiérrez („Jungle Cruise“).
„Bitteres Fest“ wird im Wettbewerb von Cannes 2026 um die Goldene Palme konkurrieren. Der deutsche Kinostart ist für den 30. Juli 2026 angesetzt, das Drama ist ab 12 Jahren freigegeben.