Brutaler Horrorschocker mit „American Pie“-Star Seann William Scott.
Handlung und Hintergrund
Als Chase (Seann William Scott) seine Freundin Macy (Fabianne Therese) zu einer Wanderung einlädt, ahnt niemand, dass der romantische Ausflug in einen Albtraum münden wird. Tief in der Wildnis will er ihr einen Heiratsantrag machen. Doch abseits der Wege betreten die beiden das Revier von Dolly (Max The Impaler) – einem massigen, maskierten Wesen, das Menschen wie Puppen behandelt. Nach einer brutalen Begegnung wird Macy von Dolly entführt und in ein abgelegenes Haus verschleppt.
Dort beginnt ein gnadenloser Überlebenskampf. In Dollys makabrem Puppenhaus herrschen Gewalt, Demütigung und absolute Kontrolle. Niemand hat diesen Ort je lebend verlassen. Während Chase verzweifelt nach ihr sucht, muss Macy all ihren Mut zusammennehmen, um sich gegen eine scheinbar übermächtige Gegnerin zu behaupten.
Regisseur Rod Blackhurst verbindet mit „Dolly“ seine Leidenschaft für das Grindhouse-Kino der 1970er-Jahre mit modernem Folk-Horror. Gedreht auf grobkörnigem 16mm-Material, setzt der Film auf praktische Effekte statt CGI und scheut keine explizite Gewalt. Blackhurst, der für die Netflix-Doku „Amanda Knox“ eine Emmy-Nominierung erhielt, versteht seinen Film als bewusste Rückbesinnung auf kompromissloses Genrekino. Die Festivalresonanz fiel entsprechend stark aus: Weltpremiere feierte „Dolly“ beim Fantastic Fest 2025, weitere Stationen waren Sitges, FrightFest und Screamfest LA.
Die Besetzung trägt entscheidend zur Wirkung bei. Fabianne Therese („Southbound“) überzeugt als verletzliche, aber widerstandsfähige Macy und erfüllt das klassische „Final Girl“-Motiv mit neuer Härte. Seann William Scott („American Pie“) zeigt sich in einer ungewohnt ernsten Rolle als Chase. Für besondere Aufmerksamkeit sorgt Wrestlerin Max The Impaler, die der titelgebenden Dolly eine physisch bedrohliche Präsenz verleiht. Ergänzt wird der Cast unter anderem von Ethan Suplee („My Name is Earl“) und Kate Cobb („The Blacklist“).
In den deutschen Kinos startet „Dolly“ am 11. Juni 2026. Angesichts der expliziten Gewaltdarstellung erhielt der Horrorschocker die FSK-18-Freigabe. Mit einer Laufzeit von 82 Minuten richtet sich der Film klar an ein erwachsenes Publikum, das kompromisslosen Horror jenseits des Mainstreams sucht.