Historienfilm über die Zeit von Antonio Vivaldi und eine begabte Violinistin aus dem Waisenhaus
Handlung und Hintergrund
Cecilia (Tecla Insolia) wächst Anfang des 18. Jahrhunderts im Ospedale della Pietà in Venedig auf – einem berühmten, aber streng geführten Waisenhaus, in dem musikalische Talente ausgebildet werden. Die junge Violinistin gehört zu den außergewöhnlichsten Begabungen des Orchesters, doch ihre Virtuosität kann sie nur hinter Gittern zeigen. Als sie kurz vor einer arrangierten Ehe steht, scheint ihr Schicksal besiegelt. Doch mit der Ankunft des neuen Violinlehrers Antonio Vivaldi (Michele Riondino) kommt Bewegung in ihr Leben. Seine neuartigen Kompositionen und sein unerschütterlicher Glaube an Cecilias Talent wecken in ihr den Mut, sich gegen die strengen Regeln der Institution zu stellen.
Vivaldis Förderung eröffnet Cecilia neue Perspektiven – künstlerisch wie persönlich. Zwischen intensiven Proben, Machtkämpfen mit den Oberinnen und den Erwartungen ihres zukünftigen Ehemanns Sanfermo (Stefano Accorsi) ringt sie um Selbstbestimmung in einer Gesellschaft, die Frauen kaum Raum für eigene Entscheidungen lässt.
Der Spielfilm-Debütfilm von Opernregisseur Damiano Michieletto basiert auf dem mehrfach ausgezeichneten Roman Stabat Mater von Tiziano Scarpa. Die Produktion taucht tief in das historische Venedig ein und zeigt ein Stück Musikgeschichte aus ungewöhnlicher Perspektive: jenem der Mädchen des Pietà, die hinter Gittern Konzerte gaben und dennoch zu den gefeiertsten Musikerinnen Europas zählten. Michieletto verbindet historische Fakten über Vivaldis Zeit am Waisenhaus mit den literarischen Motiven von Befreiung, künstlerischer Entfaltung und weiblicher Selbstermächtigung.
Die Hauptrollen sind stark besetzt: Tecla Insolia („Amata“) spielt Cecilia, Michele Riondino („Der Graf von Monte Christo“) verkörpert Antonio Vivaldi. An ihrer Seite stehen Stefano Accorsi („Die süße Gier“), Andrea Pennacchi („L'Alligatore“), Fabrizia Sacchi („The Trial“) und Hildegard De Stefano („The New Pope“).
„Vivaldi & Ich“ feierte seine Weltpremiere 2025 im Rahmen des Toronto International Film Festival. In Deutschland startet das italienisch-französische Historien- und Musikdrama am 21. Mai 2026 im Kino. Die offizielle FSK-Freigabe liegt noch nicht vor.