Deutsches Indie-Drama über eine Mittzwanzigerin, die ihre Kindheitstraumata bewältigen muss, um ihr exzessives Leben hinter sich zu lassen
Handlung und Hintergrund
Die junge Schneiderin Nore (Dana Herfurth) ist in ihrer Stammbar vor allem durch ihre exzentrischen Outfits und ihre lockeren Affären bekannt. Als sie sich eines Abends gegen einen aufdringlichen Verehrer zur Wehr setzen muss, eilt ihr ausgerechnet die zurückhaltende Jonna (Luna Jordan) zu Hilfe – und lädt sie kurzerhand ein, bei ihr einzuziehen. Aus der spontanen Geste entsteht eine ungewöhnliche WG-Freundschaft. Jonna ist fasziniert von Nores ungezügeltem Lebensstil: Nächte voller Alkohol, Zigaretten und wechselnder Männerbekanntschaften, die oft schon vor dem Frühstück wieder verschwunden sind.
Während Nore tiefer in ihr exzessives Partyleben abgleitet, beginnt Jonna zu hinterfragen, was hinter diesem Verhalten steckt. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine Reise in Nores Vergangenheit, um die Ursachen ihrer Rastlosigkeit zu verstehen – und vielleicht einen neuen Weg für sich beide zu finden.
Mit "Smalltown Girl" legt Regisseurin Hille Norden ihr Spielfilmdebüt vor – und das in deutlich autobiografischer Färbung. Der Film verbindet das ungestüme Lebensgefühl junger Menschen Mitte zwanzig mit tiefenpsychologischen Fragen nach den Spuren von Kindheitstraumata.
In der Hauptrolle überzeugt Dana Herfurth ("Kokon") als lebenshungrige, aber verletzliche Nore. An ihrer Seite spielt Luna Jordan ("Sophia, der Tod und ich") die sensible Jonna, die zwischen Faszination und Sorge für ihre Mitbewohnerin hin- und hergerissen ist. Zur weiteren Besetzung gehören Jakob Geßner ("Systemsprenger"), Vera Fay ("Wir Kinder vom Bahnhof Zoo") und andere Nachwuchstalente der deutschen Filmszene.
"Smalltown Girl" startet am 15. Januar 2026 bundesweit in den Kinos. Das Drama ist ab 16 Jahren freigegeben. Die Deutschlandpremiere feiert "Smalltown Girl" im Rahmen des Filmfests Hamburg im Herbst 2025.